Kolumne

Der Zauber des Unbekannten

9. Oktober 2017
Kolumne, Verlieben, Eroberungen, Männer, Frauen, Beziehungen, Geduld, Lifestyleblog Tirol

Kann es sein, dass Frauen zu erwartungsvoll sind oder denken wir einfach zu viel nach? Oder sind die Männer einfach oft mal zu Gefühlskalt und denken zu wenig nach? Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne. Der Zauber des Unbekannten. Erobert werden – was heißt das? Und was stellt man sich unter verlieben vor? Wahrscheinlich ist es wie das Ei des Kolumbus. Trotzdem probiere ich mal ein paar Dinge festzuhalten, die mir so durch den Kopf gehen…

Der Masterplan.

Surprise, Surprise – es gibt keinen Masterplan um jemanden zu erobern. Prinzipiell bin ich der Meinung, dass man nichts falsch machen kann, solange man sich nicht verstellt und ein wenig Sensibilität mitbringt. Allerdings gibts da trotzdem Unterschiede zwischen Männlein und Weiblein, wie man bestimmte Sachen aufnimmt bzw. hinein interpretiert. Wenn ich jetzt von mir spreche, dann kann ich ehrlich zugeben, dass mein größtes Problem ist, dass ich zu viel nachdenke. Ich denke schlicht und ergreifend viel zu viel nach und ziehe vorzeitig Schlüsse aus diversen Dingen. Auch die Angst, etwas falsch zu machen ist sehr groß. Ich hinterfrage zu viel und sollte einfach mal den Dingen ihren Lauf lassen. Natürlich ist das jetzt ganz leicht, das hier so niederzuschreiben, nur in der Umsetzung scheitert es ein bisschen. Aber ich arbeite an mir. Im Allgemeinen wollen wir Frauen eigentlich so ziemlich das selbe, denke ich.

Wir wollen uns beschützt fühlen, dass man uns zuhört, dass wir nicht egal sind und das Gefühl, die Einzige für besagten Mann zu sein. Letzteres ist oft schwierig, da man gerade am Anfang noch kein Vertrauen aufgebaut hat und auch keine Gewissheit hat, wie man bei diesem Menschen dran ist. Wobei wir beim nächsten wichtigen Punkt angelangt wären. Der Gewissheit. Ich glaube hier spreche ich nicht nur für die Frauen, ich denke jeder Mensch hat gerne Gewissheit. Man möchte nach einer bestimmten Zeit einfach wissen, woran man ist. Wenn man Glück hat, ist das ganz einfach aus den Gesten und Gesprächen, die man gemeinsam hat, herauszufiltern. Hat man weniger Glück, muss man es irgendwie ungefähr erahnen bzw. herauskitzeln mit ein wenig Fingerspitzengefühl. Es ist wie eine kleine Gradwanderung.

Ich persönlich finde, dass wenn man sich in jemanden verliebt, und man aber nicht genau weis, ist man jetzt die Einzige, die ihn interessiert, kann  sich das schnell wie „warmhalten“ anfühlen. Diese Unsicherheit ist mitunter ein richtig blödes Gefühl. Für eine sensible Frau sicher schlimmer, abgehärtete Frauen stecken es vielleicht einfach weg. Wenn ich so nachdenke, dann braucht man für diesen Kennenlern-Prozess den Mut es zu versuchen bzw. sich auf diesen Menschen einzulassen, mit einer 50:50 Chance, verletzt zu werden.

Auch für uns Frauen gilt, dass wir die Männer nicht einengen sollten und nicht zu viel hineininterpretieren sollten, wenn mal eine Reaktion o.ä. nicht so ausfällt, wie wir es gerne hätten. Da muss ich mich selbst auch an der Nase nehmen.

Fakt ist, dass es in der menschlichen Natur liegt, die Dinge zu begehren, die wir nicht haben oder bzw. nicht leicht haben können. Das heißt, wenn man dem Gegenüber zu früh, zu viel Interesse zeigt, löst das keine Anziehung aus. Und ich denke, dass das der ausschlaggebende Faktor ist, ob sich der andere für einen entscheidet oder nicht.

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Die 3 magischen Worte

Ein harmloses „Ich hab Dich lieb“ kommt den meisten recht leicht über die Lippen. Bei seinem großen Bruder „Ich liebe Dich“ dagegen muss man oft allen Mut zusammen nehmen, um die drei Worte auszusprechen. Ein ernst gemeintes „Ich liebe dich“ wird man nicht nach 2 Wochen hören, wenn man mal realistisch bleibt. Aber wer sagts zuerst? Ich glaube, dass wenn man das Gefühl hat, im „Wer sagt’s zuerst?“-Spielchen gefangen zu sein,  dann kann es auch gut sein, dass er nur darauf wartet, dass wir Frauen die schönsten drei Worte der Welt zuerst aussprechen, weil er einfach zu viel Angst hat, dass wir ihn zurückweisen, sollte er es zuerst sagen. Ja, nicht nur wir Frauen sind unsicher. Ehrlich gesagt bin ich auch der Meinung, dass wenn es nicht gerade das 2. Date ist, sollte das Gegenüber nicht davonlaufen, nur weil man ehrlich und deutlich sagen möchte, was man empfindet. Sollte der Partner dennoch die Flucht ergreifen, dann war dieser Mensch einfach noch nicht reif genug oder will einfach was anderes als einen selbst. Jeder kennt das Gefühl, wenn man ein Pflaster schnell abreißen muss. Man ziert sich ewig davor, aus Angst vor dem Schmerz, doch wenn man sich mal durchringt, und es – Ratsch! – einfach weg ist, ist man stolz auf sich und auch irgendwie erleichtert. Das gleiche gilt auch für die Liebe! Man sollte nicht in Angst leben – Ratsch! – sagt doch einfach was ihr fühlt! Danach wird es einem einfach besser gehen, egal wie es dann ausgeht, aber man ist es endlich los!

Slow Love

Es braucht keine Funken und Schmetterlinge auf den ersten Blick. Manchmal ist ein langsames Verlieben viel besser. Die langsame Liebe schleicht sich heimlich in unsere Herzen und macht es sich dort so richtig gemütlich, bis wir eines Tages überrascht bemerken: „Hey, irgendwie habe ich mich in diesen Menschen verliebt – obwohl ich das nie erwartet hätte!“ Es ist plötzlich eine Kleinigkeit, eine Bemerkung oder ein ungewöhnliches Verhalten, das das Gegenüber in einem ganz neuen Licht erscheinen lässt. Eine richtige Eroberung braucht es da nicht. Es entwickelt sich einfach alles von selbst.

Ich glaube es kommt immer alles so wie es für einen selbst vorbestimmt ist. Schicksal sozusagen.

 

 

 

Photocredit pexels.com

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