Dogs

Erste Hilfe beim Hund! Teil 2

18. Dezember 2016
Erste Hilfe beim Hund, Lifestyleblog, Tirol, Blogger, Austria

Mit diesem Teil vervollständigt sich das Thema Erste Hilfe beim Hund. Es geht um Vergiftungen. In der heutigen Zeit leider eher ein aktuelles Thema, da die sogenannten Hundehasser immer mehr brutaler vorgehen und es immer wieder Fälle von bewusst vergifteten Hunden gibt! Natürlich muss es nicht immer mutwillig passieren. Es gibt auch giftige Lebensmittel, wo wir uns als Herrchen oder Frauchen nichts dabei denken, was aber oft auch nach hinten los gehen kann!

Man meint es nur gut…ABER

Gerade jetzt um die Weihnachtszeit wollen wir unseren Hunden etwas Gutes tun. Vielleicht fällt hie und da „etwas vom Tisch“ oder ein Kekserl weil Weihnachten ist und die geliebten Vierbeiner ja auch etwas davon spüren dürfen. Aber genau so kann Weihnachten zum Albtraum werden. Beispielsweise ein Kekserl das mit Birkenzucker gebacken wurde kann für den Hund schnell tödlich sein. Abgesehen davon, dass Zucker für den Hund sowieso nicht gut ist. Am Schluss meines Beitrags findet Ihr zwei Rezepte für Hundekekse, damit die Weihnachtszeit von Mensch und Tier genossen werden kann. In meinem Beitrag findet ihr eine Lebensmittel-Liste aller Lebensmittel die auf Hunde toxisch wirken. Gerne ergänze ich auch die Liste, wenn ihr noch Lebensmittel kennt, die für Hunde nicht geeignet oder giftig sind.

Symptome

Vergiftungssymptome können je nach Gift und Konzentration vielfältig und im Einzelfall verschieden stark auftreten!

  • Unruhe
  • Erbrechen, möglicherweise mit schaumiger Konsistenz oder starker Speichelfluss
  • Durchfall
  • unregelmäßiger Herzschlag, (den Herzschlag beobachten!)
  • blasses Zahnfleisch
  • ungewöhnliche Pupillengröße, entweder stark verengt oder auch erweitert
  • Blut im Harn
  • Blut im Stuhlgang
  • Krämpfe
  • anhaltentender oder immer wieder gezeigter Katzenbuckel oder Gebetsstellung lässt auf
  • schwerste Schmerzen im Bauchraum schließen
  • Muskelzittern
  • Lähmungserscheinungen
  • absinkende Körpertemperatur, (Temperatur beobachten)
  • Apathie bis zur Bewusstlosigkeit

Bei Verdacht, Mitnahme einer Probe (Giftköder, Erbrochenes, Kot) gleich zum Tierarzt umso früher der dieser Gegenmaßnahmen einleiten kann, um so besser sind die Überlebenschancen. Die Folgen einer Vergiftung hängen stark von der Art des Giftes, der Menge -bezogen auf das Körpergewicht, die Konzentration, den Zeitraum des Giftkontaktes, die Art des Gift-Kontakts und auch mit der aktuellen gesundheitlichen Kondition des Tieres, Alter und Vorerkrankungen zusammen.

Die Maßnahmen

  • Bleibt ruhig und wirkt beruhigend auf das Tier ein.
  • Beruhigt auch andere Personen und geratet nicht in Panik.
  • Vermeidet unüberlegte Maßnahmen von anderen Personen.
  • Sichert das Tier durch anleinen oder festbinden
  • Bei Bewußtlosigkeit das Tier in stabile Seitenlage bringen
  • Atemwege freihalten falls der Hund sich bereits übergeben hat und bewußtlos ist.
  • (KEINE MAULSCHLINGE umlegen!)

WICHTIG: Den Hund nicht zum Erbrechen bringen!!!!

  • Die Situation wird verschlimmert, wenn der Hund durch Manipulationen oder Einflößen von anderen Stoffen zum Erbrechen gebracht wird.
  • Bei den geschwächten Tieren können die Atemwege blockiert werden und dabei geht wertvolle Zeit verloren.
  • Schnellstmöglich den Tierarzt aufsuchen! Er weiß was zu tun ist und kann gegebenenfalls das Tier zum Erbrechen bringen und entsprechende Gegenmittel verabreichen.
  • Vergesst nicht die Proben des Giftes zu sichern und zum Tierarzt mitzunehmen!

Gift in Außenanlagen

  • Giftköder Rattengift Pestizide
  • Kadaver von vergifteten Tieren (Ratten, Mäusen Maulwürfen, Spitzmäuse usw.)
  • Schneckenkorn
  • Blaukorn
  • Tennisbälle, welche mit weißem Pulver gefüllt sind
  • Ausgelegte Giftköder

Gift zu Hause

  • Medikamente -immer sofort den Arzt anrufen!! (Schmerzmittel, Herz-Kreislaufmittel Vitaminpräparate wie Eisen, D3 Präparate usw.)
  • Haushaltschemie / Kerzen, Kerzenwachs
  • Zigarettenkippen und Tabak (kann beim Welpen zum Kreislaufkollaps führen)
  • Giftige Zimmerpflanzen (Agave, Alpenveilchen, Amaryllis, Azalee, Chrysantheme Clivie, Datura, Dieffenbachie, Flamingoblume, Fensterblatt, Geranie, Gummibaum, Herzblatt,Hortensie, Lilien (alle Arten), Oleander, Orchideen (alle Arten), Passionsblume, Philodendron, Weihnachtsstern.)
  • Kerzen, Kerzenwachs

 GIFTIGE Lebensmittel

  •  Schokolade bzw. Kakao !!!

eine Schokoladenvergiftung ist sehr ernst zu nehmen und ein tiermedizinischer Notfall. Stellt fest, wie viel Schokolade der Hund gefressen haben könnte. Ein Gegenmittel gegen das giftige Theobromin in der Schokolade gibt es nicht – der Hund muss deshalb möglichst früh gegen die Absorption des Giftes über den Verdauungstrakt und professionell gegen die teilweise lebensbedrohlich einsetzenden Vergiftungssymptome behandelt werden.

  • Knoblauch, Zwiebel
  • Makadamianüsse
  • Weintrauben und Rosinen
  • Kaffee
  • Süßstoff
  • Birkenzucker ist meist tödlich für den Hund!
  • Bohnen und Hülsenfrüchte
  • Pilze
  • Avokado
  • Hülsenfrüchte
  • Schweinefleich
  • Brokkoli
  • Alkohol
  • Tee wegen seines Koffeingehalts
  • Knochen insbesondere Geflügelknochen
  • Kohl
  • Milch und Milchprodukte
  • Cola, Energy Drinks
  • Stark gewürzte Speisereste
  • Salz
  • Steinobst
  • Tomaten
  • Kartoffeln
  • Mandeln
  • Rohe Eier
  • Spielzeug aus Weichplastik

Rezept für Hundekekse

 Leberwurstpralinen

  • 200g Haferflocken
  • 150g körniger Frischkäse
  • 100g Leberwurst
  • 1Ei
  • 5 EL Öl
  • evtl. etwas Wasser oder Fleischbrühe (Menge nach Bedarf, um einen Teig guter Konsistenz zu bekommen)

Alles gut vermengen und zu kleinen Pralinen formen. Bei etwa 160Grad 35 Minuten backen.

Hundekekse ohne Getreide

Einige Hunde reagieren auf Gluten allergisch und vertragen insbesondere kein Weizenmehl. Alternativen sind gemahlene Nüsse, Haferflocken, Kartoffelmehl (Kartoffelflocken oder Fertig-Kartoffelbrei) oder Maismehl.

Kartoffel-Hack-Plätzchen

  • 200g Kartoffelmehl
  • 100g gewolftes Fleisch (Rind, Geflügelherzen)
  • 2 Eier
  • 2EL Öl
  • etwa 50ml Wasser (nach Bedarf, so dass der Teig eine gute Konsistenz bekommt)

Alles vermischen, ausrollen und nach Belieben Taler oder Vierecke. Bei etwa 160 Grad 25 Minuten backen (je nach Dicke der Plätzchen Backdauer und Temperatur anpassen). Bei Bedarf zum Aushärten bei geringer Temperatur (evtl. Kochlöffel in die Ofentür) nachtrocknen lassen.

Photocredit pexels.com

You Might Also Like

1 Comment

  • Reply Brittny Brininger 12. Oktober 2017 at 23:52

    Vielen Dank für diesen Beitrag! Es war wirklich aufschlussreich!Liebe Grüße 🙂

  • Leave a Reply