Kolumne

Zeit für Abenteuer

19. Juni 2018
Adventure, Abenteuer, Spontanität, Leben, Einstellung, Motivation

Wie Spontan bist du? Würdest du sagen, du bist ein abenteuerlustiger Mensch? Was heißt überhaupt abenteuerlustig? Bin ich ein Draufgänger oder ein richtig harter Hund, weil ich Abenteuer liebe? Actionfreak oder ‚ChilldeinLeben“ – Mensch? Hat Spontanität mit dem Alter zu tun? Sooo viele Fragen…

Abenteuerlustig oder Schlaftablette

Jeder Mensch ist anders. Der eine mag es aufregender, der andere liebt die Ruhe. Kann man beides sein? Als aller erstes sollten wir mal den Begriff „Abenteuer“ genauer unter die Lupe nehmen. Als Abenteuer wird eine risikoreiche Unternehmung oder auch ein Erlebnis bezeichnet, das sich stark vom Alltag unterscheidet. Es geht um das Verlassen des gewohnten Umfeldes und des sozialen Netzwerkes, um etwas Wagnishaltiges zu unternehmen, das interessant, faszinierend oder auch gefährlich zu sein verspricht und bei dem der Ausgang ungewiss ist. In diesem Sinne gelten und galten Expeditionen ins Unbekannte zu allen Zeiten als Abenteuer.

Nun würde ich sagen, dass dieser Begriff für jeden etwas anderes bedeuten kann. Für mich zum Beispiel kann es schon ein Abenteuer sein, wenn ich sehr früh am Morgen aufwache und über die Stiegen in die Küche hinauf gehe… Da jede einzelne Stufe zu finden bzw. treffen, wenn man sich noch im Halbschlaf befindet, ist oft gar nicht so leicht 🙂

Aber jetzt im Ernst, jeder einzelne hat einfach eine andere Einstellung…Für jemanden, der sehr ruhig ist und vielleicht ein bisschen langsamer als jemand anderes oder auch schüchtern ist,  für den kann das größte Abenteuer ein Gespräch mit einem anderen Menschen sein. Deshalb ist er aber noch lange keine Schlaftablette.

Spontanität vs. Abenteuer

Seit ihr Spontan? Ich persönlich kann über mich sagen, dass ich so ziemlich der spontanste Mensch überhaupt bin. Wenn man zu mir sagt: „Hey Angelika, pack zamm, wir fliegen Morgen nach Kanada! (oder sonst wohin)“ , bin ich die Erste, die „habtacht“- steht und voll dabei ist. (Vorausgesetzt man hat von der Arbeit her frei oder sonst keine wichtigen Termine). Ich glaube, dass Spontanität sehr viel mit Abenteuer zu tun hat. Die spontansten Reisen oder Dinge, die man tut, sind meistens die schönsten und die, die einem im Kopf bleiben.

Adventure, Abenteuer, Spontanität, Leben, Einstellung, Motivation

Abenteuer im Alter

Das Eine hat mit dem Anderen gar nichts zu tun. Das ist schon mal Fakt. Ich habe eine Freundin, also eigentlich meine beste Freundin, die ist 48 und so ziemlich der coolste Mensch, den ich kenne. Überall sofort dabei, ganz egal, was andere denken. Die überlegt nicht lang herum, was sein könnte, was andere von ihr denken, ob es blöd ankommt oder nicht. Spontan und locker lässig. Ich finde generell, dass man in der heutigen Zeit etwas lockerer sein sollte. Nicht so streng mit sich selbst sein, nicht so steif. Auch nicht alles auf die Waagschale legen und den Moment mehr genießen. Wer weiß, wie lange man lebt. Sorry, aber es ist ja so.

Da fällt mir wieder Anthony Hopkins mit seiner Aussage ein: „Keiner von uns kommt lebend hier raus. Also hört auf euch wie ein Andenken zu behandeln. Esst leckeres Essen. Spaziert in der Sonne. Springt ins Meer. Sagt die Wahrheit und tragt euer Herz auf der Zunge. Seid albern. Seid freundlich. Seid komisch. Für nichts anderes ist Zeit.“ Naja, wo er recht hat, hat er recht.

Ich bin der Meinung, dass man heute in 20 Jahren mehr über die Dinge enttäuscht sein wird, die man versäumt hat, als die die man getan hat. Also macht die Leinen los, verlässt den sicheren Hafen, fängt den Fahrtwind in den Segeln und forscht, träumt und entdeckt!

 

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